Wohn-Riester-Förderung – Altersvorsorge mit Köpfchen

Dank Wohn-Riester-Förderung für das Alter vorgesorgt

Die Wohn-Riester-Förderung richtet sich an alle Personen, die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Haben Sie einen Bausparvertrag bei einem Kreditinstitut, so können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine solche, staatliche Förderung für Ihr Eigenheim in Anspruch nehmen.

Personen, die förderberechtigt sind, können mit einer Wohn-Riester-Förderung schneller und günstiger ins eigene Zuhause. Die Zulagen werden jährlich auf Ihren Riester-Bausparvertrag gezahlt – je nach Altersgruppe und Kinderanzahl variieren die Beiträge. Haben Sie Glück und fallen in eine besondere Gruppe, dann erhalten Sie jährlich hohe Förderungen durch Wohn-Riester.

Doch der Staat bezuschusst nicht nur die Ansparung auf einen Bausparvertrag, sondern auch die Tilgung eines Baudarlehens über die gesamte Laufzeit. Baugeld, welches Sie durch ein Darlehen zur Finanzierung für Ihren Wohntraum in Anspruch genommen haben, können Sie so durch Fördermittel des Staats tilgen.

Riestern ist nicht nur eine Maßnahme zum Abbau von Schulden beim Hausbau, sondern eine langfristige Vorsorge für Ihr Alter.

Die Vorteile im Überblick

  • Staatliche Zulagen
  • Große Ersparnis
  • Steuervorteile
  • Mietfreies Wohnen im Alter
  • Förderung für verschiedene Wohnungstypen

Die Voraussetzungen für eine Wohn-Riester-Förderung

Um von den Vorteilen der Förderung durch den Staat profitieren zu können, müssen Sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Das Haus, für welches Sie die Wohn-Riester-Förderung beantragen wollen, müssen Sie nach 2007 gebaut oder gekauft haben. Weiterhin ist für die Bewilligung von einer Wohn-Riester-Förderung zwingend vorausgesetzt, dass Sie selbst in der Immobilie wohnen – sich dort also Ihr Hauptwohnsitz oder zumindest Lebensmittelpunkt befindet.

Doch welche Objekte werden genau durch Wohn-Riester gefördert? Solange Sie diese Immobilie selbst bewohnen, gibt es hier viele Möglichkeiten. Bei der Immobilie an sich kann es sich dann um ein eigenes Haus handeln, aber auch eine Eigentums- oder Genossenschaftswohnung, ein lebenslanges Dauerwohnrecht oder eine Wohnung im eigenen Haus können gefördert werden.

Haben Sie ein Wohn-Riester-Darlehen in Anspruch genommen, so müssen Sie dieses mit Vollendung Ihres 67. Lebensjahres tilgen, also bis zum Renteneintritt – verpassen Sie diesen Zeitpunkt der Tilgung, so verfallen sämtliche Ansprüche auf alle enthaltenen Zulagen aus Ihrem Riester-Bausparvertrag. Daher sollten Sie in jedem Fall die Rückzahlung so abstimmen, dass Sie diese Frist nicht versäumen.

Die Wohn-Riester-Förderung im Detail

Erfüllen Sie die oben genannten Voraussetzungen für einen Riester-Sparer, dann erhalten Sie vom Staat jährlich Ihre Zulagen je nach zugehöriger Personengruppe. Diese Mittel können entweder in die Tilgung Ihres Baudarlehens fließen, oder Sie nutzen diese zur Ansparung auf Ihren Bausparvertrag. Die jährliche Zulage vom Staat beträgt 154,00 €. Haben Sie Kinder, dann erhalten Sie zusätzliche Zulagen pro Kind. Sind die Kinder vor 2008 geboren worden, gibt es 185,00 € pro Jahr zusätzlich. Kinder die nach 2008 geboren sind erhalten sogar 300,00 € vom Staat.

Doch auch Ihr Zeitpunkt des Beginns als Riester-Sparer ist für Zahlungen interessant – entscheiden Sie sich vor Ihrem 25. Lebensjahr für Wohn-Riester, erhalten Sie einmalig einen Start-Bonus in Höhe von 200,00 €. Eheleute sollten übrigens besser gleich zwei Riester-Verträge abschließen, um die Vorteile und staatlichen Zulagen im vollen Umfang nutzen zu können. Eheleute, die den Mindestbeitrag für ihre Riester-Rente zahlen, erhalten jeweils eine jährliche Grundzulage von 154,00 €. Das macht zusammen eine jährliche Summe von 308, 00 €.

Pro Jahr müssen Sie mindestens vier Prozent Ihres jährlichen Bruttoeinkommens als Mindestbetrag zur Tilgung Ihres Riester-Darlehens aufbringen. Nur so erhalten Sie die vollen Zulagen vom Staat. Der Berechnung liegt Ihr sozialversicherungspflichtiges Einkommen des Vorjahres zugrunde. Hierbei gilt eine Obergrenze von 2.100 € abzüglich der staatlichen Zulagen. Der Mindestbetrag liegt bei 60,00 € jährlich.

Auch die steuerlichen Vorteile einer Wohn-Riester-Förderung sind nicht zu verachten. Die Einzahlungen auf Ihren Wohn-Riester-Bausparvertrag können Sie als getätigte Sonderzahlungen von der Steuer absetzen. Pro Jahr liegt auch hier die Obergrenze bei 2.100 €. Ist die Steuerersparnis Ihrer Aufwendungen höher, als Ihre bereits erhaltenen Zulagen, so erhalten Sie eine Auszahlung der Differenz vom Finanzamt.

Viele Nutzungsmöglichkeiten

Ein Eigenheim ist ein wichtiger Indikator für eine gute Altersvorsorge. Doch besonders im jungen Alter fehlen die finanziellen Mittel, um sich diesen Traum zu verwirklichen. Hier hilft Ihnen der Staat mit Zulagen aus, um den Bau, Kauf oder altersgerechten Umbau einer Immobilie für Sie realisierbar zu machen.

Wohn-Riester-Förderung zur Baufinanzierung

Sie haben einen Bausparvertrag und möchten nun eine Immobilie bauen oder kaufen? Oder Sie möchten das dafür aufgenommene Darlehen tilgen? Hierzu dient Wohn-Riester. Ebenso können Sie auch schon vor dem eigentlichen Beginn der Auszahlung mindestens 3.000 € aus dem Riester-Bausparvertrag entnehmen, um mit diesem Betrag Ihr Darlehen zu tilgen.

Altersgerechter Umbau dank Wohn-Riester-Förderung

Nutzbar ist Ihr Riester-Bausparvertrag auch zum altersgerechtem, barrierefreien Umbau Ihres Eigenheims. Diese Maßnahmen müssen jedoch den DIN-Normen des barrierefreien Bauens sowie mindestens der Hälfte der Summe des Bausparvertrags entsprechen. Doch auch die andere Hälfte des Geldes steht Ihnen nicht frei zur Verfügung – auch dieses muss zur Reduzierung von Barrieren in Ihrem Zuhause genutzt werden. Konkret in Zahlen bedeutet ein altersgerechter Umbau mit Wohn-Riester: Wohnen Sie bereits länger als drei Jahre in der umzubauenden Immobilie, müssen Sie mindestens 20.000 € für den Umbau verwenden. Wohnen Sie erst kürzer dort, reichen 6.000 € aus.

Umschulden mit Wohn-Riester-Förderung

Alle Darlehen und Kredite, die Sie zur Finanzierung Ihres Eigenheims aufgenommen haben, können Sie dank Wohn-Riester umschulden. Dabei spielt es keine Rolle, wann Sie die jeweiligen Kredite abgeschlossen haben – diese dürfen lediglich zur Wohnraumfinanzierung gedient haben.

Was geschieht bei Auszug aus der geförderten Immobilie?

Möchten Sie sich Ihren Wohn-Traum durch die Wohn-Riester-Förderung vom Staat finanzieren lassen, dann sollten Sie sich Ihrer Sache sicher sein. Fördert Sie der Staat durch Zuschüsse und Finanzierungen, dann möchte dieser auch mitbestimmen. Konkret heißt das, dass Sie sich an bestimmte Regeln halten müssen. Auch wenn es sich bei Ihrer Immobilie um Ihr Eigentum handelt, dürfen Sie mit dieser noch lange nicht alles machen, was Sie wollen. Verkauf, Umzug oder Auswanderung gelten unter der Wohn-Riester-Förderung als „schädliche Verwendung“ Ihres Riester-Kapitals – und werden unter bestimmten Umständen mit Sanktionen bestraft. Daher sollten Sie sich immer genau informieren, wie Sie im Sinne von der Wohn-Riester-Förderung richtig handeln und Änderungen immer mit Ihrem Ansprechpartner/Kreditinstitut absprechen.

Wer bietet eine Wohn-Riester-Förderung an?

Eine Wohn-Riester-Förderung können Sie entweder von Bausparkassen in Anspruch nehmen, oder Sie wählen ein Riester-Darlehen mit direkter Tilgung und Zinsbindung über den Zeitraum der Gesamtlaufzeit. Der Kombikredit der Bausparkasse besteht aus Bausparvertrag und Darlehen in Höhe der Bausparsumme.

Die Nachteile im Überblick

  • Möglicher Verlust bei vorzeitigem Auszug
  • Nicht für jede Personengruppe möglich
  • Eingrenzung in bestimmten Lebenssituationen
  • Nicht jede selbstgenutzte Immobilie kann gefördert werden
  • Rückzahlungen der Förderung möglich

Wir sprechen gerne mit Ihnen rund um das Thema Wohn-Riester-Förderung und planen mit Ihnen den effektiven Einsatz aller Fördermöglichkeiten im Rahmen Ihres individuellen Vorhabens. Hier können Sie uns kontaktieren und Ihr unverbindliches Angebot kostenfrei anfordern.

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Bitte beachten Sie bei allen Berechnungen, dass es sich bei den Ergebnissen nicht um verbindliche Konditionsangaben handelt, sondern dass die angegebenen Zinsen etc. bestimmte Annahmen zugrunde legen, die nicht verallgemeinert werden können.

Bildquellen: Bild "Paar auf Bank": Olessya/pixabay.com