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Marc Schnitzler - Video vom 15.05.2025
4.200 Euro netto, 4 Personen, 100.000 Euro Eigenkapital: Ist eine Immobilie für 550.000 Euro realistisch?
Bei einem Kaufpreis von 550.000 Euro kommen Grunderwerbsteuer, Notargebühren und rund 30.000 Euro Modernisierung dazu, macht 626.000 Euro Gesamtkosten. Nach Abzug der 100.000 Euro Eigenkapital bleibt ein Darlehen von rund 527.000 Euro mit einer Rate von etwa 2.400 bis 2.500 Euro. Bei 4.200 Euro Einkommen inklusive Kindergeld sind das 57 Prozent des Einkommens, und in der Haushaltsrechnung der Bank bleibt eine Unterdeckung von knapp 1.100 Euro, bei einer anderen Bank 737 Euro.
So passt das weder für die Bank noch aus meiner Sicht. Eine Lösung kann sein, die Eltern mit ihrer Rente als zusätzliche Darlehensnehmer aufzunehmen und die Lebensphasen genauer zu planen.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Kriege ich eigentlich 550.000 Euro Darlehen, um eine Immobilie zu kaufen, wenn ich 4.200 Euro Einkommen habe, inklusive Kindergeld? Genau das hat mich die Dana gefragt und wir schauen drauf. Bleibt dran. Ihr habt 100.000 Euro Eigenkapital? Super, dann gibt’s die Eltern, die haben noch eine bezahlte Immobilie, die kann als Zusatzimmobilie genutzt werden. Super, nichtsdestotrotz ist das eine ganz spannende Kiste und, naja, dazu jetzt mehr. 550.000 Euro soll die Immobilie kosten, du hast gesagt. Nach Maklergebühren haben wir keine, die fallen weg. Das heißt, es bleiben hier die Grunderwerbsteuer und die Notargebühren. Dann muss aber noch was an dem Objekt gemacht werden. Ich bin hier mal von 30.000 Euro Modernisierungskosten ausgegangen. Und dann haben wir insgesamt 626.000 Euro Euro Gesamtkosten. Das ist natürlich schon echt eine Hausnummer. Und jetzt hast du auch gesagt, naja, unser Einkommen 4.200 Euro, da ist das Kindergeld schon mit drin. Das heißt, also 510 Euro müssen wir davon eigentlich nochmal abziehen, in Anführungsstrichen. Die werden natürlich mit kalkuliert, weil die Bank kalkuliert das natürlich auch mit. Ihr habt noch eine Einlegerwohnung, da ziehen die Eltern rein. Das bringt natürlich zusätzliche Einnahmen. Also insgesamt schon eine interessante Geschichte. Doch bevor wir zur Lösung kommen, komme ich erst mal zum Aber. Jetzt schauen wir mal auf die Haushaltsrechnung einer Bank. Also, ihr habt euer Einkommen, Kindergeld ist ein bisschen hoch gegangen, dann haben wir die Lebenshaltungskosten. Und jetzt steht hier eine Rate eines Darlehens von 2400 Euro. Wo kommt die Zahl her? Und zwar, das ist die Darlehenssumme. Das heißt, oben haben wir die 6.00.000 Euro Gesamtkosten, dann wird euer Eigenkapital abgezogen, die 1.00.000 Euro, und dann sind wir hier bei 527.000 Euro, gibt also eine Rate von ungefähr 2,4, 2,5. Dann kommen noch Nebenkosten dazu, also Strom, Wasser, Gas. Das heißt, ihr habt Einnahmen 4,2, Ausgaben 5,3, somit knapp 1.100 Euro Unterdeckung. Gucken wir uns die Berechnung einer anderen Bank an, dann sind es immer noch 737. Also, erstmal sieht das nicht gut aus. Klar, jetzt habe ich die Mieteinnahme aus der Einlegerwohnung noch nicht kalkuliert, die ist dann noch nicht mit drin, und das Objekt als Zusatzobjekt habe ich noch nicht angegeben, aber das wird in der Haushaltsrechnung insgesamt nicht schöner, denn diese 2400 Euro Rate sind 57% eures Einkommens inklusive Kindergeld, und das ist einfach too much. Eine Lösung kann aber sein, die Eltern als zusätzliche Darlehensnehmer mit in die Finanzierung hineinzunehmen. Eure Eltern haben möglicherweise eine Rente, zumindest gehen wir da jetzt mal von aus? Und in dem Augenblick kommen zusätzliche Einkünfte. Jetzt kann man natürlich sagen, naja, gut, aber vielleicht ändert sich da an den Renteneinkünften mal etwas. Und dann kann man da ja auch nicht langfristig drauf bauen. Ja, aber möglicherweise ist es so, dass einer von euch aktuell nicht so viel arbeiten geht, weil die Kinder noch klein sind. Aber das ist perspektivisch schon geplant, dass es mal wieder mehr Haushaltseinkommen geben soll, weil das Einkommen steigt oder ein weiteres dazu kommt. Das heißt, das muss man sich dann wirklich individuell in der Finanzierungsplanung mal anschauen, also in der Lebensphasenplanung anschauen, wie man das Ganze für euch möglich macht. Die Rahmenbedingungen sind, wie gesagt, natürlich top. Ihr habt das Eigenkapital, ihr habt die Eltern, die mit einziehen. Eine Einigewohnung ist immer schick, weil da kommen Mieteinnahmen. Also grundsätzlich eine schöne Geschichte, aber das ist zu knapp. Und mal abgesehen davon, dass die Bank hier sagt, das passt nicht, auch ich würde sagen, oh ne, das ist einfach 2400 Euro Rate bei 4200 Euro Einkommen. Das passt nicht. Da habe ich ein ganz schlechtes Bauchgefühl. Genau das soll es nicht sein. Und naja, also von daher: Es gibt Lösungen, je nachdem, wie eure Konstellation aussieht. Ich freue mich sehr, was ihr mir in die Kommentare schreibt. Und wenn ihr sagt, Mensch, da wollen wir gerne mal ein bisschen genauer drauf gucken, dann einfach in meiner Bio auf den Link klicken, Termin buchen. Und dann sprechen wir darüber. Ich freue mich auf euch. Bis bald. Ciao.
Maklergebühren fallen in diesem Fall weg. Es bleiben Grunderwerbsteuer und Notargebühren, dazu kommen rund 30.000 Euro, weil am Objekt noch etwas gemacht werden muss. Zusammen ergibt das 626.000 Euro Gesamtkosten.
Nach Abzug des Eigenkapitals bleiben rund 527.000 Euro Darlehen und damit eine Rate von etwa 2.400 bis 2.500 Euro. In der Haushaltsrechnung stehen 4.200 Euro Einnahmen gegen 5.300 Euro Ausgaben inklusive Nebenkosten wie Strom, Wasser und Gas. Das ergibt knapp 1.100 Euro Unterdeckung, bei einer anderen Bank 737 Euro.
In den 4.200 Euro sind 510 Euro Kindergeld enthalten. Die Bank kalkuliert das Kindergeld mit, es fließt also in die Haushaltsrechnung ein. Trotzdem liegt die Rate von 2.400 Euro bei 57 Prozent dieses Einkommens.
Die Mieteinnahme aus der Einliegerwohnung war in der Rechnung noch nicht kalkuliert, und die bezahlte Immobilie der Eltern kann als Zusatzobjekt genutzt werden. Insgesamt wird die Haushaltsrechnung dadurch aber nicht schöner. Die Rahmenbedingungen sind gut, die Belastung bleibt trotzdem zu knapp.
Die Eltern können als zusätzliche Darlehensnehmer mit in die Finanzierung kommen, dann fließen ihre Renteneinkünfte mit ein. Auch ein perspektivisch steigendes Haushaltseinkommen kann eine Rolle spielen, etwa wenn jemand wegen kleiner Kinder aktuell weniger arbeitet und später wieder mehr verdient. Das muss man individuell in der Lebensphasenplanung anschauen.
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