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Marc Schnitzler - Video vom 27.05.2025
5.750 € netto, kein Eigenkapital: Wie viel Haus ist möglich?
Mit 5.750 € netto und Kindergeld kommt ihr auf rund 6.000 € Einnahmen im Monat. Rechnet man maximal 40 Prozent davon für die Finanzierungsrate, sind das etwa 2.300 €, und damit lässt sich eine Gesamtsumme von rund 460.000 € stemmen. Ohne Eigenkapital wird im Beispiel gesplittet: 400.000 € Kaufpreis über die Hauptfinanzierung und 48.000 € für die Nebenkosten über ein zweites Darlehen, insgesamt 448.000 € bei einer Rate von 2.282 €.
Voraussetzung ist ein gesichertes Einkommen und eine Bank, die das komplett finanziert, oder zwei Banken, die sich Immobilie und Nebenkosten aufteilen. Höher als diese Rate und diese Summe zu gehen, wäre nach Marcs Einschätzung ungesund.
Zinsen und Konditionen in diesem Video gelten zum Aufnahmezeitpunkt, dem 27.05.2025. Seitdem haben sie sich geändert. Was heute geht, klären wir im Gespräch.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Immobilie finanzieren mit 5.750 Euro netto? Ob das geht? Wir schauen drauf. Bleibt dran. CR4M4lh und so weiter hat mich gefragt. Er und seine Frau wohnen zur Miete. Die beiden haben ein Kind, haben 5.750 Euro Nettoeinkommen, wow, und möchten gerne eine Immobilie kaufen und fragen jetzt: Okay, wir haben kein Eigenkapital, was können wir uns denn wirklich leisten? Um das bewerten zu können, ist es natürlich immer ganz wichtig, die gesamte Lebenssituation zu kennen, also Umfeld, wie alt ist das Kind und so weiter und so fort. Aber um euch mal einen ersten Überblick zu geben, schauen wir zuerst mal auf die Rate. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr euch 2300 Euro Rate leisten könnt. Wie komme ich auf die Zahl? Naja, ihr habt mit Kindergeld 6000 Euro Einnahmen ungefähr. Und wenn ich dann sage, okay, so, maximal 40 Prozent davon könnt ihr für die Finanzierung, also für die Finanzierungsrate, ausgeben, dann sind das diese 2300 Euro. Das sind 38 Prozent von 6000 Euro. Jetzt könnte man natürlich sagen, um Gottes Willen, da kommen die Nebenkosten doch noch drauf, also Gas, Telefon, Strom und so weiter. Ja, stimmt, aber als Mieter zahlt ihr das auch. Von daher finde ich, ist das Argument immer tot. Mit dem Betrag könnt ihr euch eigentlich 460.000 Euro leisten. Jetzt habt ihr aber kein Eigenkapital, somit müssen wir das mitfinanzieren. Geht das mit eurem Einkommen? Ja, wichtig ist natürlich, dass euer Einkommen gesichert ist. Das heißt also, dass wir davon ausgehen können, dass ihr einen Job habt, den ihr die nächsten Jahre auch so haben werdet, damit ihr dieses Einkommen habt. Wir brauchen jetzt also entweder eine Bank, die sagt: Ich finanziere das komplett. Oder wir brauchen zwei Banken, nämlich eine, die die Immobilie bezahlt, und die andere, die die Nebenkosten bezahlt. So, Banken, die das einfach so machen, gibt es nicht so viele, wie man hier sieht. Warum? Weil das Risiko natürlich aus Sicht der Bank höher ist. Das heißt, du hast auf der einen Seite eben die Nebenkosten nicht, willst aber eine Immobilie kaufen, hast aber ein tolles Einkommen. Da stellt sich natürlich die Bank die Frage: Moment, warum hat man, wenn man so viel Einkommen hat, kein Eigenkapital angespart? Das ist eine Frage, die immer gerne gestellt wird. Da braucht man Argumente, um dann eben dem Kreditinstitut auch klar zu machen, warum das so der Fall ist. Und das Argument, ich habe halt gelebt, ist kein Argument, also zumindest kein gutes. Und hier habe ich es jetzt tatsächlich gesplittet. Wir haben also einmal 400.000 Euro für die Immobilie und 48.000 Euro für die Nebenkosten. Wir haben also jetzt zwei Banken. Wir haben hier eine Rate von 2.282 Euro, 448.000 Euro Gesamtkreditbetrag. Wo kommen diese 48.000 Euro her? Das sind die Nebenkosten. Ich bin jetzt davon ausgegangen, wenn ihr in Nordrhein-Westfalen etwas kauft, kommt die Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Maklergebühren on top. 4.00.000 Euro Kaufpreis, 448.000 Euro Gesamtkosten. In der Haushaltsrechnung der Bank sieht es dann folgendermaßen aus. Ihr habt also einmal euer Einkommen, dann kommt das Kindergeld dazu, also 6.000 Euro gesamt. Dann habt ihr hier diese Lebenshaltungskosten, 2.500 Euro, also für Lebensmittel, Urlaub, Kleidung und so weiter. Dann kommt die Rate für die Finanzierung, dann kommen die Nebenkosten, und am Ende habt ihr dann 930 Euro Überschuss, zumindest aus Sicht der Bank. Ihr müsst das natürlich für euch noch mal berechnen, ob das tatsächlich so ist. Aber ich würde hier tatsächlich finanzierungssummen- und auch ratentechnisch nicht höher gehen, weil das wäre meiner Meinung nach ungesund. Mit der Rate habt ihr dann in der Hauptfinanzierung 1 % Tilgung, also die Rückzahlungsrate beträgt 1 %. Dieses Nebenkostendarlehen ist nach 20 Jahren, also nach 240 Monaten, getilgt. Jetzt kann man natürlich sagen, boah, 1 % Tilgung, viel zu wenig, 37 Jahre Laufzeit. Ja, das ist tatsächlich für den Start okay, aber auf Dauer solltet ihr tatsächlich gucken, dass ihr die Rate erhöht, also diese Rückzahlungsrate des Haupt Hauptdarlehens. Das könnt ihr aber, denn dieses Nebenkostenfinanzierungsdarlehen kann jederzeit abgelöst werden. Also, da müsst ihr nicht warten. Wenn ihr nichts tut, dann läuft es 20 Jahre. Ihr könnt aber auch, zum Beispiel durch Sonderzahlungen, durch irgendwelche Erbschaften, Lottogewinne oder oder oder einfach ein bisschen noch Geld zur Seite legen, dieses Darlehen Stück für Stück wegtilgen und habt dann die Möglichkeit, eure Rate zu erhöhen für das Hauptdarlehen und seid dann wesentlich schneller fertig. Ist das jetzt gut, eine Finanzierung ohne Eigenkapital zu machen? Ich bin der Meinung, wenn man das Einkommen hat und die Lebenssituation es ermöglicht, das zu tun, dann ist das definitiv ein Weg. Warum? Weil man anfängt. Man fängt an, Vermögen aufzubauen. Natürlich, am Anfang finanziert man über den Schornstein hinaus, wie es so schön heißt, aber man fängt an. Und wenn ihr die Möglichkeit habt, schneller abzulösen, also dieses Nebenkostendarlehen, ja, dann seid ihr irgendwann mit dem Immobilie-Abbezahlen fertig und habt Vermögen angeschafft. Wenn ihr jetzt sagt, wir sparen erstmal diese 50.000 Euro, ja, dann überlegt mal, wie lange ihr brauchen würdet, um die anzusparen. Also von daher, wenn man es sich leisten kann, ist es definitiv zumindest eine Option, über die man reden kann, um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Was sagst du dazu? Schreib es mir mal in die Kommentare.
Mit Kindergeld liegen die Einnahmen bei rund 6.000 € im Monat. Marc setzt maximal 40 Prozent davon für die Finanzierungsrate an, das sind etwa 2.300 € oder 38 Prozent. Nebenkosten wie Gas, Telefon und Strom kommen zwar dazu, die zahlt man als Mieter aber genauso.
Es gibt nicht viele Banken, die Kaufpreis und Nebenkosten komplett übernehmen, weil das Risiko aus Sicht der Bank höher ist. Deshalb wurde im Beispiel gesplittet: 400.000 € für die Immobilie bei einer Bank, 48.000 € für die Nebenkosten bei einer zweiten. Die 48.000 € setzen sich aus Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Maklergebühren in Nordrhein-Westfalen zusammen.
Bei einem guten Einkommen stellt die Bank gerne die Frage, warum trotzdem nichts angespart wurde. Darauf braucht man Argumente, die dem Kreditinstitut die Situation nachvollziehbar machen. Der Satz „ich habe halt gelebt“ ist dabei kein gutes Argument.
Für den Start ist das in Ordnung, auch wenn daraus eine Laufzeit von 37 Jahren folgt. Auf Dauer solltet ihr die Rückzahlungsrate des Hauptdarlehens erhöhen. Das Nebenkostendarlehen läuft ohne Zutun 20 Jahre, kann aber jederzeit abgelöst werden, zum Beispiel über Sonderzahlungen. Danach ist Luft, die Rate für das Hauptdarlehen anzuheben.
Marc hält die Finanzierung ohne Eigenkapital für einen Weg, wenn das Einkommen da ist und die Lebenssituation es zulässt, weil man anfängt, Vermögen aufzubauen. Am Anfang finanziert man über den Schornstein hinaus. Wer erst rund 50.000 € ansparen will, sollte überlegen, wie lange das dauern würde.
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