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Marc Schnitzler - Video vom 20.09.2024
Immobilienfinanzierung abgelehnt: Was steckt wirklich dahinter?
Eine Absage der Bank muss nicht an deinen Zahlen liegen, wie der Fall von Ahmed zeigt. Bei ihm sah die Rechnung sauber aus: 3.400 Euro Einkommen im Monat, 135.000 Euro Kaufpreis, 20.000 Euro Eigenkapital und rund 200.000 Euro Darlehen inklusive 60.000 Euro für die Renovierung. Die Begründung, die Bank habe kein Vertrauen wegen des Eigenkapitals, klingt nach einer faulen Ausrede, denn die 20.000 Euro decken die Kaufnebenkosten von rund 13.500 Euro ab.
Wahrscheinlich war es die falsche Bank, oder die Aufstellung der Modernisierungskosten war nicht gut vorbereitet.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Der Ahmed hat gesagt, ich verdiene im Monat 3.400 Euro. Ich wollte ein Haus kaufen, bin zu meiner Bank gegangen. Preis für die Immobilie sollten 135.000 Euro sein, und ich habe 60.000 Euro, für Renovierungen wollte ich einsetzen, hier knapp 200.000 Euro Darlehen. Ich hatte 20.000 Euro Eigenkapital, und meine Bank hat gesagt, machen wir nicht. Und ich habe dann eben gefragt: Okay, wieso, warum nicht, weil grundsätzlich anhand der Zahlen liest sich das erstmal gut. Der Ahmed hat dann geschrieben, dass die Bank hatte kein Vertrauen wegen meinem Eigenkapital und lehnte es daher ab. Das war die Begründung. Mario, wie ist dein Eindruck? Das wird ja wahrscheinlich genau so kommuniziert worden sein von der Bank. Und hört sich für mich irgendwie für eine, ich will jetzt keinen Vorwurf machen, aber für eine leicht faule Ausrede an, weil ich den Punkt nicht sehe, was das Vertrauen in das Eigenkapital angeht. Jetzt in dem Beispiel, wenn wir von 135.000 Euro sprechen und von 20.000 Euro Eigenkapitaleinsatz, ist ja das Ganze so, dass wir bei einem Kauf oder bei einem Erwerb sogenannte Kaufnebenkosten haben, von, je nach Bundesland, ich glaube 3,5 ist das günstigste, bis 6,5% Grunderwerbsteuer, ca 2% Notar und Grundbuch und gegebenenfalls noch 3,5% für den Makler. So, das wären jetzt, sagen wir mal, Summa Summarum knapp 10%. Bei 135.000 sind das 13.500 Euro, die dann Ahmet in dem Fall von seinem Eigenkapital bezahlen würde. Sehe ich jetzt nicht, wo dann das fehlende Vertrauen dessen ist, weil, das vielleicht auch als Tipp dazu gesagt, bezahlt man das nicht, kriegt die Bank das schon mit, und man hat ein Problem mit der Finanzierung im Endeffekt. Also, die ist da relativ abgesichert, bevor sie das Geld rausgibt. Wie du es eigentlich auch schon gesagt hast, die Zahlen jetzt ganz grob für sich gesprochen, spricht für mich gar nichts dagegen, dass die Finanzierung nicht klappen sollte. Also Ahmed, hier ist es tatsächlich wahrscheinlich abhängig von der Wahl der Bank bzw. des Kreditinstitutes. Also in dem Augenblick, wenn ich eine Immobilie kaufe, in die noch viel Renovierung bzw. Modernisierung, man unterscheidet, die Renovierung ist die Farbe an der Wand, und die Modernisierung ist die Werterhöhung, der Werterhalt. Also neue Fenster, neues Dach, Badezimmer. Das sind Dinge, die erhöhen den energetischen Standard. Also das Badezimmer jetzt nicht, aber die neuen Fenster beispielsweise, aber die erhöhen insgesamt den Standard. Das heißt also, dann hat man eine Modernisierung, und die Modernisierung findet die Bank erstmal grundsätzlich attraktiv. Wenn es 60.000 Euro für Farben und Tapeten gewesen sind, dann finden die das nicht so schick, weil das hat für die Bank wenig Wert. Also optisch ist das zwar viel wert, aber eben für die Bank ist das nicht werthaltig. In dem Augenblick, wenn du jetzt mit 20.000 Euro Eigenkapital kommst, dann ist das erstmal gut, weil es ist ja schön, wenn man Eigenkapital hat. Und genauso, wie der Mario gerade sagt, bei 135.000 Euro Kaufpreis sind 20.000 Euro Eigenkapital in Bezug auf die Nebenkosten schon mal schick. Dazu kommen die 60.000 Euro, dein Einkommen, 3.400 Euro, ist auch gut. Ich glaube einfach, falsche Bank. Ja, zumindest. Oder es kommt auch auf die Modernisierungskostenaufstellung an, also auf die Vorbereitung der Unterlagen. Was soll da modernisiert werden? Vielleicht lag es auch daran. Aber ganz entscheidend sind auch die Menschen, mit denen man spricht und da tätig ist. Ja, und es gibt erfreulicherweise viele gute. Es gibt aber leider auch viele, die halt da sind, aber einfach da sind. Ich drücke das jetzt mal so aus. Kleiner Tipp: Such dir jemand Gutes. Wie sagt man, Eigenlob stinkt, aber wir machen das, was wir hier tun, also zum einen mit sehr viel Freude, Leidenschaft. Wir freuen uns immer, wenn wir Menschen glücklich machen können, und wir versuchen das gerne auch bei dir. Das heißt, also auch hier, wenn du sagst: Mensch, hier, der Mario ist eigentlich ein cooler Typ, dann schick uns das einfach.
Beim Kauf fallen je nach Bundesland Grunderwerbsteuer von etwa 3,5 bis 6,5 Prozent an, rund 2 Prozent für Notar und Grundbuch und gegebenenfalls 3,5 Prozent für den Makler. Zusammen sind das knapp 10 Prozent. Bei 135.000 Euro Kaufpreis wären das etwa 13.500 Euro, die Ahmed aus seinem Eigenkapital zahlen würde.
Die Bank bekommt das mit. Dann hast du im Endeffekt ein Problem mit der Finanzierung. Die Bank ist an dieser Stelle relativ abgesichert, bevor sie das Geld herausgibt.
Renovierung ist die Farbe an der Wand, Modernisierung ist Werterhalt und Werterhöhung, also zum Beispiel neue Fenster, neues Dach oder ein Badezimmer. Neue Fenster erhöhen den energetischen Standard, und Modernisierung findet die Bank grundsätzlich attraktiv. Wären die 60.000 Euro nur für Farben und Tapeten, hätte das für die Bank wenig Wert.
An der Wahl der Bank beziehungsweise des Kreditinstituts und an der Vorbereitung der Unterlagen, also an der Modernisierungskostenaufstellung: Was soll konkret modernisiert werden? Wichtig sind außerdem die Menschen, mit denen du sprichst. Es gibt viele gute, aber eben auch welche, die einfach nur da sind.