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Marc Schnitzler - Video vom 02.10.2024
Immobilienfinanzierung als Selbstständiger mit 5.200 Euro Haushaltseinkommen: geht das?
Ja, vom Einkommen her passt das. Bei 3.500 Euro netto aus der Selbstständigkeit und 1.700 Euro deiner Frau liegt das Haushaltseinkommen bei 5.200 Euro, und eine Finanzierung von 400.000 bis 450.000 Euro bedeutet über den Daumen eine Rate von etwa 1.800 bis 1.900 Euro. Der Knackpunkt liegt beim Eigenkapital: Bei einem Kaufpreis zwischen 400.000 und 500.000 Euro deckst du mit 75.000 Euro die Kaufnebenkosten von etwa 45.000 bis 50.000 Euro ab und hast noch 20.000 bis 25.000 Euro übrig.
Damit finanziert die Bank nur 90 oder 95 Prozent des Kaufpreises, das Risiko sinkt und die Banken sind offener dafür, die Finanzierung zu begleiten.
Zinsen und Konditionen in diesem Video gelten zum Aufnahmezeitpunkt, dem 02.10.2024. Seitdem haben sie sich geändert. Was heute geht, klären wir im Gespräch.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
3.500 Euro netto als Selbstständiger und 1.700 Euro hat meine Frau. Eigenkapital 75.000 Euro. Sehr gut und sehr wichtig. Was steht mir da zur Verfügung? Also Haushaltseinkommen 5.2, 75.000 Euro an Eigenkapital. Ja, da ist jetzt noch die Frage, willst du das alles einsetzen? Oder will man noch einen Puffer behalten? Oder vielleicht hast du selbst schon einen Puffer kalkuliert? Das ist im Falle von Selbstständigen immer so eine Sache. Wie du es gerade schon gesagt hast, wir haben ja bei der Bonitätsbetrachtung schon eine Unterscheidung, nämlich da steht aus, schwarz auf weiß, erstmal brutto. Natürlich mit Jahresabschlüssen und Steuerbescheinigungen etc. Wirbt daraus ein netto, aber die Bank rechnet sich das selbst zusammen. Es ist nicht wie bei einer Gehaltsabrechnung bei einem Angestellten, da steht eine Zahl. Heißt, vor allem mit Blick auf die Zukunft gesehen, es ist von Bank zu Bank unterschiedlich, wie bewerte ich das? Wie ist die Entwicklung, die Voraussetzung in der Branche, die derjenige macht? Wie lange macht er es überhaupt schon? Und all das hat jetzt erstmal nur was mit der Monetät zu tun, aber genau aus diesem Grund ist Eigenkapital sehr wichtig. Heißt, jetzt hast du gerade schon gesagt, das ist auch immer die Frage, wie viel will ich denn wirklich einsetzen? Jetzt sagen wir mal, okay, die 75.000 Euro, da hat er jetzt schon einen Puffer für eingerechnet, heißt, die 75.000 stehen wirklich zur Verfügung. Dann ist das A schon mal super, weil jetzt kommt es ein bisschen auf den Immobilienpreis an, wir damit die Nebenkosten gedeckt bekommen. Im Idealfall sogar noch ein Teil des Kaufpreises. Also jetzt wieder mal ein einfaches Zahlenbeispiel: Immobilie zwischen 4.000 und 500.000, Kaufnebenkosten 45.000 bis 50.000 meinetwegen sind gedeckt, und wir haben nochmal 20.000 bis 25.000, was ja bei einem Kaufpreis von 500.000 beispielsweise schon 5 % des Kaufpreises ausmachen. Was dann einen Riesen Unterschied machen kann, weil wir eben in der Argumentation, also wir dann in dem Falle gemeinsam die Argumentation haben, ihr finanziert hier etwas, was eigentlich mehr wert ist. Weil wir haben es ja für mehr gekauft. Heißt, wir haben dann auch bei der Bonitätsbetrachtung, auch wenn das nicht direkt auf die Zahlen einfließt, aber einfach ein bisschen besseres Argument in der Bewertung am Ende. Wenn in dieser Bonitätsbetrachtung der Bank dann ein kleinerer Überschuss rauskommt, wir finanzieren aber beispielsweise, wie ich es gerade gesagt habe, nur 90 oder 95 Prozent des Kaufpreises, anstatt die vollen 100 oder sogar mehr, was sehr schwierig ist, dann in dem Fall haben wir einfach eine größere Argumentationsgrundlage zu sagen, okay, aber ihr finanziert unter Wert. Dadurch ist das Risiko minimiert. Und ich glaube, da erzähle ich keinem was Neues mit, aber je weniger Risiko vorhanden ist, umso offener sind Banken dafür, dann auch das Ganze zu begleiten. Ist ja auch richtig so, dass es so ist. Deswegen, um auf deine Frage zurückzukommen, andersrum: Ich bin jetzt zur Summe über das Eigenkapital gekommen. Das aber wiederum umgerechnet in eine Rate, sagen wir mal 400.000, 450, sind wir so bei, korrigiere mich, 1,8, 1,9, T mal Daumen. Ja, würde ich sagen, passt. Vom Einkommen her definitiv. Ich bin jetzt hier den anderen Weg gegangen und zäubere das Eigenkapital, weil das eben dann eine ganz große Relevanz spielt, dass wir da definitiv die Kaufnebenkosten haben, damit uns die Banken offen stehen. Und dann im Idealfall sogar nochmal 5 bis 10 Prozent des Preises mit abdecken.
Bei Selbstständigen steht kein festes Netto auf einer Abrechnung, die Bank rechnet sich das Einkommen aus Jahresabschlüssen und Steuerbescheinigungen selbst zusammen. Wie das bewertet wird, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Genau deshalb zählt das Eigenkapital: Es sorgt dafür, dass die Kaufnebenkosten gedeckt sind und dir die Banken überhaupt offenstehen.
Zuerst sollten die Kaufnebenkosten vollständig gedeckt sein. Im Idealfall gehen darüber hinaus noch 5 bis 10 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital in die Finanzierung ein.
Dann finanziert die Bank etwas, was mehr wert ist, als sie auszahlt, weil der Kaufpreis höher lag. Selbst wenn bei der Bonitätsbetrachtung nur ein kleinerer Überschuss herauskommt, gibt es damit ein besseres Argument in der Bewertung. Weniger Risiko heißt, dass Banken offener dafür sind, die Finanzierung zu begleiten.
Das ist eine Frage, die du für dich klären solltest: Willst du alles einsetzen oder einen Puffer behalten? Wenn die 75.000 Euro wirklich zur Verfügung stehen, weil der Puffer schon eingerechnet ist, ist das eine sehr gute Ausgangslage.
Finanzierung klären, während der Kaffee durchläuft.
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