An dieser Stelle haben wir ein YouTube-Video für Sie eingebunden, das zusätzliche Einblicke, praktische Tipps oder weiterführende Informationen zu diesem Thema bietet.
Damit das Video abgespielt werden kann, müssen zunächst Inhalte von YouTube geladen werden.
Marc Schnitzler - Video vom 09.05.2024
Nebenkosten zahlen die Eigentümer: funktioniert dieser Trick wirklich?
So funktioniert es nicht. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro fallen rund 38.000 Euro für Notar, Grunderwerbsteuer und Maklerkosten an. Schlägt man diese 38.000 Euro auf den Kaufpreis und lässt die Verkäufer daraus die Nebenkosten zahlen, bekommt die Bank bei der Finanzierungsanfrage einen Kaufpreis von 338.000 Euro genannt, obwohl er eigentlich 300.000 Euro beträgt.
Die Bank prüft also mit einem falschen Wert und genehmigt eine angebliche 100-Prozent-Finanzierung, die in Wahrheit eine 110-Prozent-Finanzierung ist. Sobald der Notar den Kaufvertrag nach der Beurkundung an die Bank schickt, fällt das auf, und im schlimmsten Fall zieht die Bank ihr Kreditangebot zurück, weil sie getäuscht wurde.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Hast du auch das Video gesehen, in dem erzählt wird, dass es total toll ist, eine Immobilie zu kaufen und den Verkäufern zu erzählen, dass sie die Nebenkosten bezahlen sollen, sodass du kein Eigenkapital einsetzen musst? Dann bleib jetzt dran und ich erzähle dir, warum das so definitiv nicht funktioniert. Speichere dir das Video am besten jetzt direkt ab und schicke es all denen, die dieses Video wahrscheinlich auch gesehen haben. Kauft man eine Immobilie für 300.000 Euro, dann zahlt man rund 38.000 Euro für Notar-, Grunderwerbsteuer- und Maklerkosten. Rechnet man die 38.000 Euro jetzt obendrauf, dann beträgt der neue Kaufpreis 338.000 Euro. Und aus diesen 38.000 Euro würden dann die Verkäufer die Nebenkosten bezahlen. Jetzt möchtest du natürlich auch sicher gehen, dass die das wirklich tun, und deshalb wird das Ganze im Kaufvertrag festgehalten und das wird beim Notar beurkundet. Bevor jetzt aber der Kaufvertrag geschlossen wird, muss die Finanzierung natürlich eingereicht werden. Das heißt, der Bank wird jetzt erzählt, dass der Kaufpreis für die Wohnung 338.000 Euro beträgt, was ja schon mal falsch ist, denn eigentlich beträgt der Kaufpreis ja 300.000. Die Bank geht jetzt also in ihrer Prüfung von einem falschen Wert aus. Sie wird jetzt vielleicht feststellen, dass der Wert ein bisschen teuer ist, aber da du eine gute Bonität hast, ist das für die Bank so in Ordnung. Sie genehmigt dir die Kaufpreisfinanzierung, also eine sogenannte 100%-Finanzierung. Du gehst zum Notar, und nachdem der Notartermin stattgefunden hat, schickt der Notar den Kaufvertrag an die Bank, und die Bank wird lesen, dass der Kaufpreis zwar für die Wohnung 338.000 Euro beträgt, aber 38.000 Euro für die Nebenkosten von den Verkäufern bezahlt werden. Die Bank hat also gar keine 100%-Finanzierung gemacht, sondern eine 110%-Finanzierung. Und in dem Augenblick hast du eine Wohnung bürokundet. Die Bank zieht aber im schlimmsten Fall ihr Kreditangebot zurück. Warum? Weil sie getäuscht worden ist. Wenn man so etwas machen möchte, dann muss man das zum einen von vornherein kommunizieren, und dann muss die Wohnung auch wirklich diesen Wert haben, oder besser ist, der ist noch höher. Das heißt, die Verkäufer müssten die Wohnung zu einem wesentlich niedrigeren Wert verkaufen, als die Wohnung es eigentlich wert ist. Wenn du die Nebenkosten also jetzt nicht hast oder die Nebenkosten aus anderem Grund mitfinanzieren möchtest, dann geht das, aber definitiv nicht so. Was sagst du dazu? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
Bei einer Immobilie für 300.000 Euro fallen rund 38.000 Euro für Notar, Grunderwerbsteuer und Maklerkosten an. Schlägt man diese Summe auf den Kaufpreis, ergibt das einen neuen Kaufpreis von 338.000 Euro.
Die Finanzierung muss vor dem Kaufvertrag eingereicht werden, die Bank prüft also nur den genannten Kaufpreis von 338.000 Euro. Nach dem Notartermin schickt der Notar den Kaufvertrag an die Bank, und dort steht, dass 38.000 Euro der Nebenkosten von den Verkäufern bezahlt werden.
Die Bank hat dann keine 100-Prozent-Finanzierung gemacht, sondern eine 110-Prozent-Finanzierung. Im schlimmsten Fall zieht sie ihr Kreditangebot zurück, weil sie getäuscht worden ist. Die Wohnung ist zu diesem Zeitpunkt aber schon beurkundet.
Man muss es von vornherein gegenüber der Bank kommunizieren. Außerdem muss die Wohnung diesen Wert wirklich haben oder besser noch mehr wert sein. Die Verkäufer müssten die Wohnung also zu einem wesentlich niedrigeren Wert verkaufen, als sie eigentlich wert ist.
Finanzierung klären, während der Kaffee durchläuft.
Keine endlosen Termine, kein Papierkram. Nur ein paar Klicks bis zu deinem Marktvergleich aus 750 Anbietern. Schnell, smart und völlig unverbindlich.