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Marc Schnitzler - Video vom 10.11.2024
Neubau für 560.000 Euro mit wenig Eigenkapital: Geht das?
Ja, in dem gerechneten Fall geht es. Roxana und ihr Partner haben 20.000 Euro Eigenkapital, 10.000 Euro davon in einem Bausparvertrag, brauchen aber 48.000 Euro für Grunderwerbsteuer und Notar. Die fehlenden rund 27.600 Euro lassen sich mitfinanzieren, dann liegt die Rate je nach Bank bei 2.654 oder 2.700 Euro.
Bei 7.300 Euro Nettoeinkommen plus 500 Euro Kindergeld bleibt in der Haushaltsrechnung der Bank ein Überschuss von 2.300 Euro, die Finanzierung passt also. Wichtig ist die richtige Bank, denn die Nebenkosten mitzufinanzieren machen nicht alle.
Zinsen und Konditionen in diesem Video gelten zum Aufnahmezeitpunkt, dem 10.11.2024. Seitdem haben sie sich geändert. Was heute geht, klären wir im Gespräch.
Förderprogramme und Fördersätze in diesem Video sind Stand 10.11.2024. Förderungen ändern sich schnell, teils innerhalb von Tagen.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Einen Neubau für 560.000 Euro kaufen mit einem Nettoeinkommen von 7.300 Euro – genau das hat mich Roxana gefragt. Die beiden haben zwei Kinder, 7.300 Euro Nettoeinkommen, 10.000 Euro Eigenkapital und nochmal 10.000 Euro in einem Bausparvertrag. Geht das so einfach? In dem Augenblick, wenn ihr einen Neubau kauft für 560.000 Euro, dann gibt es die Grunderwerbsteuer und die Notargebühren. Das sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt acht, 8,5 Prozent. In einem anderen Bundesland kann das durchaus ein bisschen weniger sein, weil die Grunderwerbsteuer dann da möglicherweise niedriger ist. Aber bei 560.000 Euro sind das 48.000 Euro, die ihr an Nebenkosten bezahlen müsst. Wird die Immobilie über einen Makler oder eine Maklerin verkauft, dann kommen hier noch die Maklergebühren hinzu. Die habe ich jetzt mal weggelassen, weil ich davon ausgehe, ihr kauft direkt vom Bauträger. Ihr habt 20.000 Euro Eigenkapital, hier haben wir 48.000 Euro, die benötigt werden. Es fehlen also 28.000 Euro, die müssen wir jetzt mitfinanzieren. Und ob das geht und ob das so viel Sinn macht, das schauen wir uns jetzt an. Ich habe diese fehlenden 27.600 Euro hier jetzt mal mitfinanziert, bin davon ausgegangen, ihr finanziert ein Stückchen mit der KfW, 100.000 Euro. Das könnt ihr dann machen, wenn ihr einen Neubau nach Standard 40 kauft. Dann kann man hier ein 297er Programm von der KfW benutzen. Viele komische Zahlen, das kann euch aber der Bauträger sagen, ob es ein 40er Haus ist. Und dann kriegt ihr einen vergünstigten Zins von der KfW für 100.000 Euro in Höhe von 2,7% aktuell. Das macht die Finanzierung insgesamt ein bisschen günstiger, weil der Zins eben niedriger ist. Die Rate schwankt: 2.654 Euro haben wir bei der einen Bank, 2.700 Euro bei der anderen Bank. In dem Augenblick, wenn ihr diese 27.000 Euro hier von Opa, Oma oder den Eltern kriegen könntet, ja, dann würde die Finanzierung günstiger werden. Dann würde es nämlich nur noch 2.300 Euro im Monat kosten. Also hier ein krasser Unterschied: 300 Euro oder sogar 350 Euro im Monat weniger Rate, wenn ihr die Nebenkosten vollständig aus Eigenkapital bezahlt. Jetzt habt ihr aber ein richtig geniales Einkommen mit 7.300 Euro, holla die Waldfee! Ihr habt noch 500 Euro Kindergeld obendrauf, das heißt, ihr habt hier 7.800 Euro Einnahmen. Ausgaben kalkuliert hier diese Bank mit 5.470 Euro. Wo kommen die her? Einmal 2500, knapp 2600 Euro Lebenshaltungskosten, also für euer Leben, für Urlaub, Essen, Kleidung, etc. Dann 2900 Euro Rate. Warum ist die Rate jetzt auf einmal noch ein bisschen höher? Weil hier noch ein Risikopuffer mit drin ist. Das heißt, ihr habt am Ende 2300 Euro Überschuss in der Haushaltsrechnung. Also kalkulatorisch sieht das super aus. Die Finanzierung passt also unabhängig davon, ob ihr die Nebenkosten jetzt von den Eltern bekommt oder ob ihr die Nebenkosten mitfinanziert oder zumindest teilweise mitfinanziert. Man muss hier natürlich die richtige Bank finden, damit es eben auch genau diese Möglichkeit gibt, die Nebenkosten mit zu finanzieren. Das machen nämlich nicht alle. Und wenn ihr da jetzt Interesse daran habt, das mal genau durchrechnen zu lassen, wie es dann wirklich bei welcher Bank aussieht, ja, dann mein Tipp: einfach in meinem Profil auf den Link klicken, Termin buchen. Und wir schauen uns das gemeinsam an. Ihr habt einen Bausparvertrag abgeschlossen. Da habe ich eben gesagt, da nimmt man das Eigenkapital raus und zahlt damit die Nebenkosten. Man kann diesen Bausparvertrag auch mit in diese Finanzierung einbinden. Das würde aber jetzt hier tatsächlich den Rahmen sprengen, und dann müsste man sich auch mal angucken. Ist das ein Bausparvertrag? Wo ist Sinn? Macht das auch Sinn? Genau so zu tun, den abgeschlossen zu haben, war auf jeden Fall keine schlechte Idee, denn so habt ihr zusätzliches Eigenkapital angespart. Ihr seid heute in der Situation, ihr habt ein mega Einkommen. Das macht vieles möglich. Von daher freue mich auf euch, bis bald.
Grunderwerbsteuer und Notargebühren machen in Nordrhein-Westfalen zusammen 8,5 Prozent aus, bei 560.000 Euro also 48.000 Euro. In anderen Bundesländern kann es etwas weniger sein, weil die Grunderwerbsteuer dort möglicherweise niedriger ist. Maklergebühren sind in dieser Rechnung nicht enthalten, weil vom Bauträger direkt gekauft wird.
Mit den mitfinanzierten 27.600 Euro liegt die Rate bei 2.654 Euro bei der einen und 2.700 Euro bei der anderen Bank. Kämen die 27.000 Euro von Opa, Oma oder den Eltern, wären es nur noch 2.300 Euro im Monat. Der Unterschied liegt also bei 300 bis 350 Euro monatlich.
In der Rechnung sind 100.000 Euro über die KfW eingeplant. Das ist möglich, wenn der Neubau dem Standard 40 entspricht, dann kommt das Programm 297 in Frage. Der Zins liegt dafür aktuell bei 2,7 Prozent, was die Finanzierung insgesamt günstiger macht. Ob es ein 40er Haus ist, kann der Bauträger sagen.
Zu den 7.300 Euro Netto kommen 500 Euro Kindergeld, also 7.800 Euro Einnahmen. Die Bank kalkuliert Ausgaben von rund 5.470 Euro, darunter Lebenshaltungskosten für Essen, Kleidung und Urlaub sowie eine Rate, in die schon ein Risikopuffer eingerechnet ist. Es bleiben 2.300 Euro Überschuss.
In der Rechnung wird das Eigenkapital aus dem Bausparvertrag herausgenommen und damit werden die Nebenkosten bezahlt. Man kann den Vertrag auch in die Finanzierung einbinden, dafür müsste man sich aber ansehen, was für ein Bausparvertrag das ist und ob das Sinn macht. Ihn abgeschlossen zu haben, war auf jeden Fall keine schlechte Idee, weil so zusätzliches Eigenkapital angespart wurde.
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