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Marc Schnitzler - Video vom 14.08.2026
Reicht ein günstiger Kaufpreis, damit die Finanzierung eines Mehrfamilienhauses klappt?
Nein, denn die Bank bewertet vor allem die erzielbare Miete, der Kaufpreis spielt für sie eine untergeordnete Rolle. Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus bei Köln kostet 639.000 Euro und bringt 25.000 Euro Jahreskaltmiete, also rund 7 Euro pro Quadratmeter, obwohl in der Lage 12 Euro möglich wären. Die Bank zieht von der Ist-Miete 20 Prozent Sicherheitspuffer ab, rechnet mit den restlichen 20.000 Euro und je nach Lage mit dem 14-fachen der Jahresnettokaltmiete und kommt so auf einen Beleihungswert von 280.000 Euro.
Bei guter Bonität des Käufers finanziert sie in diesem Fall maximal 500.000 Euro, den Rest sieht sie als Blanko-Anteil, also als nicht besichert. Es fehlen 139.000 Euro, obwohl Objekt und Kaufpreis top sind.
Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.
Du planst ein Mehrfamilienhaus zu finanzieren oder zu verkaufen? Dann stell dich jetzt schon mal darauf ein, das wird sportlich. Warum, worum es geht und wie du das Ganze relativ geschmeidig gestaltest, genau das zeige ich dir in diesem Video. Bleib dran. Mein Name ist Marc, ich bin Immobilienfinanzierer, mache jetzt das Plus weg, folge mir, weil du mit Sicherheit nichts verpassen willst, wenn es genau darum geht, wie du die richtigen Entscheidungen. Du hast ein Mehrfamilienhaus gefunden, zum Beispiel in der Nähe von Köln. Das hat einen coolen Kaufpreis, 639.000 Euro. Und die jährliche Kaltmiete sind 25.000 Euro, was pro Quadratmeter ungefähr 7 Euro entspricht. Du weißt, du kriegst an dem Ort in der Lage 12 Euro pro Quadratmeter. Also grundsätzlich ist das ein cooler Deal, weil du natürlich weißt, wenn du für 12 Euro pro Quadratmeter Miete kaufen würdest, dann wäre die Immobilie viel teurer. Das heißt, du kriegst jetzt eigentlich einen guten Einstand. Die aktuellen Verkäufer haben gesagt: „Mein Gott, wir haben tolle Mieter, ist alles entspannt, die zahlen immer pünktlich, wir wollen es für die Leute so gut wie möglich haben.“ Und haben die Mieter einfach im Laufe der Jahre nicht so angepasst, wie es möglich gewesen wäre. Also grundsätzlich alles völlig normal. Und hier kommt es jetzt zum Thema, denn jetzt fängt die Bank an, beim Verkauf eine Bewertung zu machen, weil du willst ja die Finanzierung, beziehungsweise, wenn du der Verkäufer oder die Verkäuferin bist, du möchtest, dass der Käufer die Finanzierung bekommt. Also, was macht die Bank? Die setzt die Akt aktuelle Ist-Miete an, zieht davon 20 % ab als Sicherheitspuffer. Banken sind ja sicherheitsorientiert. Das heißt, am Ende bleiben da 20.000 Euro übrig. Und jetzt rechnet die Bank je nach Lage mit dem sogenannten 14-fachen Faktor, also der 14-fachen Jahresnetto-Kaltmiete. In dem Augenblick sagt die Bank: „Okay, beim 20-fachen sind das 280.000 Euro wert“, also für die Bank der sogenannte Beleihungswert. Du möchtest aber 639.000 Euro für die Immobilie haben als Verkäufer. Und jetzt sagt die Bank: „Moment, hier bei 280.000 Euro Wert machen wir maximal 500.000 Euro.“ Warum? Die Differenz hier zwischen, das ist der sogenannte Blanko-Anteil. Das heißt, der ist für die Bank im Falle des Falles, dass der Kredit nicht dient würde, nicht besichert. Und dementsprechend ist der Blanko. Das heißt, die Bank sagt: „Okay, die Bonität des Käufers, die ist gut, 280.000 Euro Ertragswert, 500.000 Euro Finanzierung, das machen wir, mehr aber nicht.“ Tja, jetzt gibt es drei Lösungen. Und zwar, das eine ist, du als Verkäufer reduzierst den Preis von 639.000 Euro, 139.000 Euro, auf 500.000 Euro. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ gering. Du behältst die Immobilie und passt die Miete erstmal auf ein ortsübliches Niveau an. Das ist mal eine schöne Idee, dauert aber logischerweise lange. Oder du als Käufer bringst 139.000 Euro zusätzliches Eigenkapital mit, sprich mehr Eigenkapital zusätzlich zu den Nebenkosten, die du ja sowieso schon aus Eigenkapital bezahlst. In aller Regel nicht verfügbar. Was ist die Lösung? Ganz gleich, ob du Verkäufer der Immobilie bist oder Käufer, du brauchst einen Finanzierer, der sich mit dem Thema Mehrfamilienhausfinanzierung aufhört. ausgehen. Weil wir Finanzierer, die das tun, haben entsprechende Bankkontakte, viele Bankkontakte. Wir wissen, welche Bank macht welche Bewertung, bzw hat welchen Bewertungsansatz. Und du brauchst die Bank, die den höchsten Bewertungsansatz möglich macht, damit du a) deine Finanzierung bekommst und b) du als Verkäufer einen Wunschpreis bekommst, zumindest annähernd. Das ist momentan eine ganz besondere Sondersituation. Also kommt es auf die richtige Bankenauswahl. Und in dem Augenblick, wenn dein Käufer oder du als Käufer zu einer Bank gehst, ja, das wie Lotto spielen. Du kannst bei der Bank landen, die eine gute Bewertung macht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher, dass du bei einer Bank landest, wo die Bewertung nicht so dolle ist. Und dann bekommst du dein Traumobjekt nicht. Ohne richtigen Finanzierer geht es nicht. Weil, sind wir mal ehrlich, die Immobilie ist ja eine Top-Immobilie. Und wenn wir uns den Kaufpreis angucken, dann ist auch der Kaufpreis top. Das Thema ist nur die zu niedrige Miete. Warum? Weil man die Mieter in Ruhe gelassen hat, was ja grundsätzlich auch gut ist. Aber nichtsdestotrotz, das hat Einfluss auf deinen Kauf- oder Verkaufserfolg. Such dir also einen richtigen Finanzierer.
Die Bank setzt die aktuelle Ist-Miete an und zieht davon 20 Prozent als Sicherheitspuffer ab. Aus 25.000 Euro Jahreskaltmiete werden so 20.000 Euro. Diesen Betrag multipliziert sie je nach Lage mit dem 14-fachen der Jahresnettokaltmiete, im Beispiel ergibt das einen Beleihungswert von 280.000 Euro.
Das ist die Differenz zwischen dem, was die Bank finanziert, und dem Beleihungswert. Im Beispiel stehen 280.000 Euro Ertragswert gegen 500.000 Euro Finanzierung. Dieser Teil des Kredits ist für die Bank im Fall der Fälle nicht besichert, deshalb geht sie darüber hinaus nicht.
Marc nennt drei. Der Verkäufer reduziert den Preis von 639.000 Euro auf 500.000 Euro, was eher unwahrscheinlich ist. Der Verkäufer behält die Immobilie und passt die Miete erst auf ortsübliches Niveau an, das dauert aber lange. Oder der Käufer bringt 139.000 Euro zusätzliches Eigenkapital mit, zusätzlich zu den Nebenkosten, und das ist in aller Regel nicht verfügbar.
Weil die Banken unterschiedliche Bewertungsansätze haben. Wer selbst zu einer Bank geht, spielt laut Marc Lotto: Es kann die Bank mit guter Bewertung sein, wahrscheinlicher ist aber eine mit schwächerer Bewertung, und dann bekommst du das Objekt nicht. Ein Finanzierer, der sich mit Mehrfamilienhäusern befasst, hat viele Bankkontakte und weiß, welche Bank welchen Ansatz fährt.
Die Verkäufer haben die Mieten über die Jahre nicht so angepasst, wie es möglich gewesen wäre, weil die Mieter zuverlässig zahlten und alles entspannt lief. Das ist völlig normal und grundsätzlich auch gut. Auf den Kauf- oder Verkaufserfolg hat es trotzdem direkten Einfluss.
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