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Marc Schnitzler - Video vom 09.08.2024
Was sind die größten Fehler beim Kauf einer Immobilie?
Der größte Fehler ist, sich vorher nicht zu informieren, vor allem nicht darüber, welchen finanziellen Spielraum du selbst hast. Der zweite große Fehler ist, eine Immobilie zu kaufen, die du nicht auf Herz und Nieren geprüft hast. Gerade bei Bestandsimmobilien passiert es leicht, dass du dich in ein Objekt verliebst und erst nach dem Kauf merkst, dass es sanierungsbedürftig ist.
Nimm jemanden mit, der etwas von Bau versteht, und schau dir die Immobilie ein zweites Mal an, weil du beim zweiten Termin ganz andere Dinge siehst als beim ersten.
In dem Augenblick, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt: Ich möchte eine Immobilie kaufen, was sollte man vorher tun? Also wichtig ist, sich vorher zu informieren: Welche Möglichkeiten hat man, was kann man finanzieren, wie viel kann man sich leisten, womit hat man ein Bauchgefühl, wo kommt das Eigenkapital her, wie viel Eigenkapital braucht man überhaupt, wann fängt denn die Rate an? Also, ist ja auch so ein Thema: Heute wohne ich in meiner Mietwohnung, morgen kaufe ich eine Immobilie, zahle ich dann sofort die Rate? Also, es gibt ja diverse Fragen. Wann ist der Kredit zurückbezahlt? Was kostet das? Was ist, wenn ich den Job wechseln muss, wenn ich mal Kinder bekomme? Also, es gibt ja so viele Fragen bei der Finanzierung. Was ist denn so der größte Fehler, den man machen kann? Der größte Fehler ist, sich vorher nicht informiert zu haben, vor allem, welchen Spielraum man selber hat. Das ist ganz, ganz wichtig. Und den größten Fehler, den man überhaupt machen kann, ist, eine Immobilie zu kaufen, die man nicht auf Herz und Nieren geprüft hat. Gerade bei Bestandsimmobilien, wenn ich keine Ahnung habe von Fachwerk oder von Bausubstanzen: Mir gefällt das Objekt, und ich habe mich da drin sofort schockverliebt und sage, das muss ich haben. Vorsicht, lieber jemanden mitnehmen, der so ein bisschen Ahnung hat von Baufachkenntnissen, und zusammen gemeinsam diese Immobilie zu schauen. Weil es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man sich dann einen Kredit über Hunderte von Tausend an die Backe geklebt hat und dann auf einmal feststellt, das Ding ist sanierungsbedürftig. Da gibt es im Fernsehen ganz viele Formate, die Bauretter oder Bau im Glück, was auch immer, und da werden diese Fälle genau unter die Lupe genommen. Das sind dann die Menschen, die sich einfach vorher nicht die Zeit gelassen haben, es einfach wirklich zu prüfen. Da kann ich den André nur beipflichten. Guckt euch das, was Ihr kaufen wollt, genau an. In dem Augenblick, wenn man in eine Immobilie geht, das ist so, das kenne ich aus eigener Erfahrung: Man geht in eine Immobilie, man ist euphorisch, man freut sich, man sieht beim ersten Mal aber oft ganz viele Dinge nicht. Das ist so, wenn man in eine Bestandsimmobilie geht, dann ist man erstmal überwältigt, unheimlich viele Eindrücke, alles neu. Ganz wichtig: Guckt euch die Immobilie ein zweites Mal an. Also, Ihr könnt im Erstbesichtigungstermin, insbesondere, wenn vorher schon eben ein Informationsgespräch stattgefunden hat, und ihr wisst, ihr könnt euch das leisten, und ihr wisst, die Rate, das ist auch vom Kreditvolumen her, vom Hausvolumen oder Wohnung, egal, das passt in euer Portemonnaie, das ist gut, weil dann könnt ihr auch schon sehr konkret im Besichtigungstermin das signalisieren und sagen: „Passen Sie auf, uns gefällt die Immobilie gut, wir haben uns auch schon beraten lassen, wir haben auch ein Bonitätszertifikat hier, wir sind schon beraten und wir können uns das leisten„, weil den Verkäufern ist ja nicht nur wichtig, die Immobilie zu verkaufen, sondern den Verkäufern ist wichtig, dass sie auch das Geld kriegen. Eigentlich darum geht’s. Und dann könnt ihr auch sehr konkret sagen: „Wir haben starkes Interesse. Wir wollen nochmal eine Nacht drüber schlafen.“ Das war ja vor ein paar Jahren anders. Vor ein paar Jahren konnte man nicht drüber schlafen, da musste man sofort entscheiden. Mittlerweile geht das wieder, und geht auf jeden Fall ein zweites Mal rein. Weil ihr seht beim zweiten Mal immer nochmal ganz andere Dinge als beim ersten Mal. Und gut ist es, genau das, was der André gerade sagt: Nehmt gerne jemanden mit, der ein bisschen, was vom Thema Bau versteht.
Informiere dich vorher, welche Möglichkeiten du hast, was du finanzieren kannst und wie viel du dir leisten kannst. Dazu gehören Fragen wie: Woher kommt das Eigenkapital, wie viel Eigenkapital brauche ich überhaupt, wann fängt die Rate an und wann ist der Kredit zurückbezahlt. Auch was passiert, wenn du den Job wechseln musst oder Kinder bekommst, gehört in diese Vorbereitung.
Beim ersten Termin ist man euphorisch und von den vielen Eindrücken überwältigt, deshalb sieht man oft ganz viele Dinge nicht. Beim zweiten Mal fallen dir andere Dinge auf. Marc rät ausdrücklich dazu, ein zweites Mal in die Immobilie zu gehen.
Ja. Wenn du keine Ahnung von Fachwerk oder Bausubstanz hast, nimm jemanden mit, der Baufachkenntnisse hat, und schau euch die Immobilie gemeinsam an. Sonst kann es passieren, dass du einen Kredit über Hunderttausende aufnimmst und dann feststellst, dass das Objekt sanierungsbedürftig ist.
Wenn vorher ein Informationsgespräch stattgefunden hat, weißt du, dass du dir das Objekt leisten kannst und dass die Rate in dein Portemonnaie passt. Im Besichtigungstermin kannst du das dann konkret signalisieren und zum Beispiel ein Bonitätszertifikat vorlegen. Verkäufern ist wichtig, dass sie am Ende auch das Geld bekommen.
Vor ein paar Jahren musste man sich sofort entscheiden, mittlerweile geht das wieder. Du kannst im Termin sagen, dass du starkes Interesse hast und noch eine Nacht darüber schlafen willst.
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