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Marc Schnitzler - Video vom 21.07.2024

Wie viel Eigenkapital braucht man für eine Kapitalanlage-Immobilie?

Wenn du eine Wohnung zur Vermietung kaufst und die Nebenkosten aus Eigenkapital bezahlst, sind das rund 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Damit hast du eine sogenannte 100-Prozent-Finanzierung. Je mehr Eigenkapital du einsetzt, desto niedriger wird dieser Wert und desto besser die Kondition. Bei einem Mehrfamilienhaus kommt es zusätzlich darauf an, welchen Wert die Bank über die Mieteinnahmen ansetzt, denn daraus kann ein unbesicherter Anteil entstehen, für den manche Banken zusätzliches Eigenkapital oder Zusatzsicherheiten verlangen.

Mitbringen solltest du auf jeden Fall eine gute Bonität und am besten die Nebenkosten aus Eigenkapital oder aus Zusatzsicherheiten.

Was Banken hier tun, ist bei jedem Haus anders, oft sogar bei jeder Filiale und jedem Ansprechpartner. Ein Nein bei einer Bank heißt nicht Nein bei allen.


Kann ich die Kaufnebenkosten bei einer Kapitalanlage mitfinanzieren?
Möglich ist das, aber es machen nur ganz wenige Banken. Deshalb musst du genau wissen, an wen du dich wendest. Ob es ratsam ist, ist außerdem eine eigene Frage, besser sind die Nebenkosten aus Eigenkapital oder aus Zusatzsicherheiten.
Warum wird ein Mehrfamilienhaus anders bewertet als eine Wohnung?
Bei einer Wohnung gilt der sogenannte Sachwert, beim Mehrfamilienhaus der Ertragswert. Die Bank schaut in der Bewertung also darauf, wie viel Mieteinnahme die Immobilie bringt.
Was ist der Blanko-Anteil?
Das ist der Teil der Finanzierung, der aus Sicht der Bank nicht gesichert ist. Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus in Köln kostet 660.000 Euro und bringt 30.000 Euro Jahresmiete. Setzt die Bank das 16-fache an, kommt sie auf einen Wert von 480.000 Euro, die Differenz von 180.000 Euro ist der Blanko-Anteil.
Muss ich den Blanko-Anteil als Eigenkapital mitbringen?
Nicht automatisch, aber je nach Bank kann das durchaus der Fall sein. Genau daran scheitert es häufig. Wenn du diese Summe nicht als Eigenkapital oder Zusatzsicherheit einsetzen willst, brauchst du eine Topbonität, also ein gutes Einkommen und eine gute wirtschaftliche Situation, sowie die richtige Bank.
Welchen Faktor setzen Banken bei der Bewertung an?
Das hängt vom Standort ab. In Köln liegt er etwa beim 15- bis 16-fachen der Jahresnettokaltmiete, im Ruhrgebiet, zum Beispiel in Gelsenkirchen, wahrscheinlich beim 10- bis 12-fachen. In Frankfurt oder München sieht es noch etwas anders aus.
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